Zwanzig Unerschrockene und eine unvergessliche Herbstwanderung

 

Vorbemerkung: Die Berichterstattung über diese Wanderung steht ganz im Zeichen der Vorsilbe un bzw. von Un-Wörtern.

Hanno hatte wie immer alles ungeheuer akribisch vorbereitet und in seiner Ausschreibung unmissverständlich klargestellt, dass die Wanderung bei jedem Wetter stattfinden würde. Unvorhersehbare Ereignisse oder Unwetter kamen darin nicht vor.

Die Unbill begann am frühen Morgen des Wandertags, als Hanno wegen massiver gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus gebracht werden musste. Es war ihm deshalb unmöglich, mitzuwandern, und er war untröstlich. Unversehens wurde ein Rundruf mit den angemeldeten Teilnehmern gestartet und ein Notfallplan erstellt.

Unerschrocken traten wir dann mit zwei Stunden Verspätung die Zugfahrt nach Eppstein an. Nicht gänzlich unerwartet wurden wir dort bei Ankunft mit strömendem Regen empfangen. In der morgendlichen Aufregung hatte es Unstimmigkeiten beim Telefonieren gegeben. Dies hatte zur Folge, dass Einige mit unpassender Kleidung und ungeeignetem Schuhwerk unterwegs waren.

Unverzagt einigten wir uns darauf, zwei Gruppen zu bilden. Ungewöhnlich schnell war klar: Eine Gruppe spaziert zur Burgruine, die unschwer zu erreichen war und sich in unmittelbarer Nähe zum Restaurant befand. Die andere wandert auf dem ungleich schwierigeren Weg zum Kaisertempel. Unentwegt ging es in dieser Gruppe steil bergauf, aber – am Ziel angekommen – entschädigte ein unerwartet schöner Ausblick für alle Unannehmlichkeiten.

Da es aber weiter ununterbrochen regnete, wurde beschlossen, dieser Ungemach ein Ende zu bereiten und einzukehren. Da der Wirt vorgewarnt war, wurden wir ungeheuer schnell bedient. In unnachahmlich geselliger Atmosphäre verbrachten wir zwei schöne Stunden.

Bereits auf der Rückfahrt, bei einem Umsteigestopp in Höchst, kam dann das Unwetter mit voller Wucht. Zum Glück unversehrt bewältigten wir dann die letzte Etappe zurück nach Hause. Unvergessen wird sie uns bleiben, diese Herbstwanderung der unliebsamen Überraschungen, durchgeführt mit einer unverdrossenen, unheimlich netten Schar von unverbesserlichen Optimisten.

 

Heinz Grebert

 

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